#52: Saatgut ist Demokratie

Shownotes

Im Juni stimmten die Abgeordneten im EU-Parlament für eine Deregulierung der Neuen Gentechnik und für Patente auf Saatgut. Das hat immense Auswirkungen auf das, was wir essen. Was das bedeutet, darüber sprechen wir mit Produzentin Sarah Schmolmüller (Dirndln am Feld), mit Europas bester Bio-Bäuerin 2024 Reinhild Frech-Emmelmann (ReinSaat) sowie mit dem Sternekoch und Tian-Mitinhaber Paul Ivic.

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00:00:00: Wir sind im Sovienna und erwarten heute gleich drei Gäste.

00:00:06: Einen kennst du wahrscheinlich?

00:00:09: Die anderen beiden weiß ich nicht, du hattest wo du die Zahl drei gehört hattet auf die healthy boyband getippt.

00:00:17: Nein!

00:00:18: Es ist eine andere Art von Band.

00:00:22: Sie haben sehr viel miteinander zu tun.

00:00:25: man hat sie noch nie zutritt.

00:00:28: Was ist denn die Thematik von heute?

00:00:30: Wir sprechen über etwas, das sehr kompliziert wirkt.

00:00:34: Uns aber alle extrem viel angeht weil es dramatisch relevant ist für uns alle.

00:00:41: Es geht um die Saatgutfrage.

00:00:44: Es geht darum was Pflanzen oder welche Pflanzen bei uns auf dem Teller landen können Also auch politische

00:00:54: relevantes Thema

00:00:56: und es geht darum, welche Pflanzen bei uns in Zukunft angebaut werden können.

00:01:02: Und wie?

00:01:12: Hier gibt es den Blick hinter die Kulissen.

00:01:15: Hier gibt's die spannenden Themen Essen, Trinken, Wartzen!

00:01:20: In Partnerschaft mit unserem Lieblingsdealer für Sprudel aus aller Welt von Sekt über Kaver und Cremant bis hin zu Prosecco

00:01:28: und Champagner

00:01:29: Und weil wir Bier genauso lieben wie Wein, ein großes Danke an unseren zweiten Podcast-Partner

00:01:34: Willzut.

00:01:35: Pionierarbeit, die verbindet von der regenerativen Landwirtschaft bis ins Glas!

00:01:41: Aus dem Souviener begrüßen dich Anita Senfta und Lukas

00:01:47: Palm!

00:01:50: Also wir haben gesagt, wir sprechen heute über die Saatgutfrage.

00:01:54: Ich sage auch bewusst nicht Saatgotverordnung oder Saat gut... Regelung, weil wir jetzt nicht in einer juristischen oder legislative Analyse verfallen wollen.

00:02:07: Sondern die Relevanz von Saatgut und dem was in Sachen SaatGut auf dem Spiel steht ein bisschen auf den Zahlen fühlen wollen und versuchen wollen die die Relevanten und die die Dramatik eigentlich dieses Themas zu unterstreichen für die Leute sich noch nie mit Saat Gutt oder Saat Gut recht auseinandergesetzt haben.

00:02:30: Wir haben drei Köpfe heute zu Gast, die ganz tief in diesem Thema drin sind – ganz tief im Praxis, die mit diesem Thema zusammenhängt.

00:02:41: Und das hat den Grund, dass sie uns zeigen und klarmachen werden wie stark uns das alle etwas angeht diese Thematik und dass das nicht irgendeine abstrakte EU-Gesetzesfrage ist sondern etwas ist was wirklich beinhalt bei Teller liegt.

00:02:57: So und jetzt übergeben wir mal das Vorstellungswort an den Pauliwitsch.

00:03:02: Schaut,

00:03:03: ich bin der Pauli Witsch, Geschäftsführer und Miteigentümer vom Restrotieren.

00:03:08: Ich freue mich, dass ihr heute dabei seid und vor allem zwei Expertinnen mit dabei habt weil die kennen sich im Saatgut wesentlich besser aus als ich.

00:03:19: Ich profitiere noch von ihr, ihrem Wissen!

00:03:22: Mein Name ist Sarah Schmollmühler Kirchbeug am Wargramm zu Hause mit meinem Gemüsebaubetrieb, eine sogenannte Marktgärtnerei.

00:03:34: Was kann man sich darunter vorstellen?

00:03:36: Ich sage immer es ist wie um aus Borgarten nur ohne Oma und doch etwas größer!

00:03:43: Also wir produzieren vielfalls Gemüsen mit samenfesten Sorten und vermarkten das direkt an die Gastronomie wie zum Beispiel den Paul an das Tieren, aber auch eben an Endkonsumenten in Form von Kisteln.

00:04:00: Alles natürlich biologisch!

00:04:03: Mein Name ist Reinhild Frech-Emmelmann und

00:04:06: ich

00:04:06: bin im Waldviertel.

00:04:08: Das ist sozusagen in einer Gegend wo normalerweise kein Gemüse angebaut wird.

00:04:14: Ich bin Begründerin Inhaberin der Biosatgutfirma Rheinsaat was eigentlich ein was sich entwickelt hat aus einem biologisch-dynamischen, aus einem Demeterbetrieb.

00:04:27: Und von Beruf bin ich Züchterin und bin mit noch einem Geschäftsführer Raphael Graf in der Geschäftsführung.

00:04:38: Wir züchten und vermehren samenfeste Sorten.

00:04:42: Was das genau bedeutet über das werden wir auch noch sprechen?

00:04:46: Wir haben jetzt schon gehört den Begriff Züchten.

00:04:50: gehört den Begriff Samenfeste-Sorten, auch das werden wir erklären.

00:04:56: Ich hätte gesagt dass die Anita jetzt uns da mal was einschenkt.

00:05:03: Lieber Paul, liebe Sarah, lieber Reinild Danke, dass ihr heute da seid bei uns im Sowiener.

00:05:08: Wir genießen die wunderschöne Aussicht Und ja freuen uns schon darauf aus die Anita uns da ein schenken wird.

00:05:18: zum Einstand Anitta bitte.

00:05:20: Also

00:05:20: ist ein Kitz...

00:05:23: ...ein,

00:05:23: gut.

00:05:25: Es hat gezischt!

00:05:26: Vom Weingutleuma aus dem langen Läuß in Kampthal an vierzehner Jahrgang gefunden worden.

00:05:33: Blonde blore.

00:05:34: Das eine schade ohne Traube.

00:05:36: Weißburg und der Grauburgunder ist dabei?

00:05:40: Ausgezeichnete Wahl.

00:05:42: Ausgenießt nicht der Wahl

00:05:43: zum Partner Schamweinkontor Und ich glaube er ist ausgesucht worden von euch.

00:05:49: Ich glaub

00:05:50: Ja Der Paul hat ihn ausgesucht,

00:05:51: genau.

00:05:52: Danke!

00:05:52: Ich wollte

00:05:53: mir jetzt auch nicht selber loben, sondern ... Das ist ein

00:05:57: Fahrzeugebetrieb in Österreich?

00:05:59: Absolut.

00:05:59: Großartig oder?

00:06:00: Mhm.

00:06:01: Habt ihr auf eurer Weine gehalten, der Paul, oder?

00:06:03: Ja also ich finde es ja schon fast schade dass das ein Wort Sekt hat und ich finde Champagner.

00:06:14: Ist einfach das schönere Wort.

00:06:17: Ja.

00:06:17: Jetzt

00:06:18: ja, Flaschengärmung ist eigentlich ...

00:06:20: Weil ich das das erste Mal probiert habe, dann hat es zu gescheit echt.

00:06:24: Und wir haben in Österreich wirklich viele tolle Winzer und Winserinnen, aber dass wir so was ins Glas bringen und so etwas produzieren, das ist sensationell.

00:06:34: Also ich glaube auch, dass... Ich fange da von niemandem vor keine Region herzustellen.

00:06:38: Nein, wirklich nicht!

00:06:39: Für alle Champagner-Schauvinisten ist das einfach top of the Pops.

00:06:45: Priosh?

00:06:49: Danke Anita, danke Schaumwein-Kontor.

00:06:50: Danke Fred Läumer.

00:06:51: Das hat aus dem Vierzehnerjahr gegangen?

00:06:55: Ja, vierzehnjähriger Gang ist das... Entschuldigung!

00:06:58: Ist

00:06:59: richtig schön nussig oder?

00:07:01: Richtig brioche.

00:07:03: Aber nicht breit und schlapp.

00:07:04: Nein

00:07:05: nein, das überhaupt

00:07:06: nicht.

00:07:09: Starten wir mal los ins Thema.

00:07:12: Ich habe mir zu Beginn ein paar Zahlen herausgesucht nur damit wir einmal einen großen Rahmen haben, um die Relevanz und die erwähnte Dramatik dieses Themas ein bisschen vor Augen zu führen.

00:07:28: Damit wird das alle uns noch mal kurz in Erinnerung rufen.

00:07:31: Seit dem Jahr nineteenhundert sind ungefähr seventy-fünf Prozent der pflanzengenetischen Ressourcen unwiderruflich verloren gegangen.

00:07:40: also wenn ich es richtig in meinen Recherchen verstanden habe wirklich weg.

00:07:46: wir haben einen skandalöses Vielfalt-Problem meines Erachtens.

00:07:52: Wir haben drei Kulturpflanzen, die fünfzig Prozent des weltweiten vegetarischen Kalorienangebots abdecken.

00:08:00: Also das ist ... Das ist erwahnsinn!

00:08:02: Drei Kulturpflanzen, die über die Hälfte unserer Kalorie bestimmen.

00:08:07: Wie können wir drüber sprechen?

00:08:10: Ist es gut oder schlecht?

00:08:11: wenn natürlich gibt's eine Nahrungssicherheit damit.

00:08:14: aber was ist mit der Vielfaltung?

00:08:16: Der Baul schütteln mit dem Kopf steigen wir gleich ein.

00:08:20: Naja, Ernährungssicherheit gibt es dann wenn wir eine riesengroße Biodiversität haben.

00:08:26: Warum?

00:08:27: Biodiverzität garantiert uns das bei Trockenheit, Türeperioden oder kalte Perioden.

00:08:33: Pflanzen da sind die was Resilente gegen sie und überleben.

00:08:38: konzentrieren wir uns nur auf drei die so übertreibts.

00:08:41: jetzt einmal Soaten.

00:08:43: kannst einfach gut passieren dass alle drei Soaten verschwinden habe aber Tausend oder Zehntausendsorten werden drei, vierhundert Sorten Minimum sich super anpassen können und überleben.

00:08:56: Das heißt Ernährungsgereiht bekommen wir nur über Biodiversität und nicht über Monokulturen und einzelne Pflanzen die aber auf Profitmaximierung also auf hohen Ertrag angebaut worden sind.

00:09:14: Und zeitgleich ist er – die Biodersität nähert uns!

00:09:19: sprich die Pflanzen haben viel mehr Mineralstoffe rein, Fidalstoffe, Pflanzenstoffe also Sekundäre.

00:09:25: Das tut uns ja viel besser und man kann sich das auch bildlich einmal vorstellen.

00:09:29: in einem Teelöffel Erde leben mehr Mikroorganismen als Menschen auf dem Planeten.

00:09:40: Da spann ich den Bogen zu unserem Darmikrobiom wo auch sehr viele Bakterien und Viren zusammenspielen und ihr braucht auch eine extreme Vielfalt.

00:09:50: Und wenn wir tagtäglich Bammes essen, was natürlich super ist, werden wir irgendwann einmal krank, schwach ins Immunsystem wird, wird schwach und das passiert mit Monokulturen.

00:10:03: Monokulturen – für die, die sich noch nicht ganz so gut auskennen oder in den Themen rinnen sind, besteht aus einer Pflanze, immer wieder am selben Boden angebaut wird.

00:10:15: Der Boden laugt aus, man braucht dann extrem viel Kunstdünger, synthetische und halbzehre Pestizide unter dem wunderschönen Marketingwort Pflanzen-Schutz – es ist ein Gift!

00:10:28: Und so überleben die Pflanzen.

00:10:31: aber in der Biodiversität stärken sich die Pflanzen.

00:10:35: Die werden widerstandsfähiger.

00:10:37: Das heißt, widerstandspfähigere Pflanzen.

00:10:40: aus meiner.

00:10:41: Wahrnehmungen Erfahrung nähert uns, die unterstützen unseren Körper und unser Immunsystem.

00:10:48: Und es garantiert auch auf lange Sicht, dass wir Ernährungssicherheit haben.

00:10:54: Ich weiß nicht, ob Sie etwas ergänzen wollen oder ob ich was will.

00:10:59: Ja also Ernährungssicherheit ist Stimme voll und ganz zu, was du das sagst?

00:11:05: Ich denke, es ist noch wichtiger sozusagen, Nachhaltigkeit wünschen.

00:11:14: und wenn wir eine Zukunft wünscht in der Landwirtschaft braucht es ein vollkommenes Umdenken.

00:11:21: Nicht nur konventionell mit biologischen Vorzeichen, das ist zu wenig.

00:11:28: Vielfalt im Pflanzensektor.

00:11:31: ist auch noch zu wenig.

00:11:33: Wir dürfen nicht vergessen, diese ganzen Insektenwelt die wir brauchen.

00:11:36: ich meine nicht umsonst in Asien müssen sogar Apfelbäume händisch bestäubt werden weil es keine Insekte mehr gibt.

00:11:43: Wir wissen auch darum dass sozusagen diese Vielfalt an allen diesen helfenden Wesen die wir eigentlich für die Lebensmittel Nahrungsproduktion benötigen das sie alle auch im Rückgang sind.

00:11:58: Auf ganz vielen Gebieten muss man einfach neu denken und mit diesem Wort wesensgemäß in der Sache arbeiten, also die Natur von sehr vielen Gesichtspunkten betrachten.

00:12:16: Wo ich natürlich zustehe, dass seit über hundert Jahren ein starker Rückgang ist an unseren Kulturpflanzen.

00:12:23: Auf der anderen Seite haben wir Methoden in der Hand, den biologisch-dynamischen, wo wir in der Lage sind das wir neue Kulturpflanzen entwickeln können.

00:12:34: Neue Sorten entwickeln die diese Inhaltsstoffe haben, die wir als Mensch brauchen um uns wirklich in unserem ganzen Organismus gesund entwickeln können und was uns auch in der Seele gut tut, weil es einfach schmeckt.

00:12:52: Und da müssen wir hin.

00:12:54: Das müssen wir uns von Grund auf anschauen.

00:12:58: Dazu gehört das Saatgut.

00:13:00: Es fängt beim Saat-Gut an!

00:13:02: Um Optimismus von der Reinhilter anzuknöpfen – es gibt diese Methoden und es gibt auch wunderbare Saatgot Tressors, wo eine wahnsinnige Vielfalt noch erhalten ist.

00:13:16: Dass wir als Menschheit irgendwie geschafft haben eben zu konservieren und eben zu sichern.

00:13:22: Wir müssen aber wieder schauen dass das auf unsere Felder kommt und daran scheitert's Und ich glaube die Frage müssen wir uns stellen wie können wir uns die Vielfald wieder leistbar eigentlich auch machen?

00:13:34: Momentan leben wir in einem landwirtschaftlichen System Wo vielfalt kostet und Monokultur gefördert wird.

00:13:44: eigentlich?

00:13:45: Ja, weil es nicht die tatsächlichen Kosten wir spielt.

00:13:48: Weil biodynamisch oder Demeter rechnen alle Kosten mit rein.

00:13:56: Das sind auch die Menschen wie man mit der Natur umgeht Und für mich ist das Naturschützer.

00:14:03: Sie tun nicht nur die Landschaft pflegen sondern sorgen auch dafür dass wir als Menschen ein qualitativ besseres Leben haben.

00:14:16: Wir diskutieren über SUVs und Alts, aber nie über Biodiversität oder Freien Zugang zu Saatgut also alles was unser Lebenswert macht.

00:14:29: das beeinflusst einfach ganz stark auch unsere Klima und es ist die Anpassungsfähigkeit viel besser.

00:14:39: Es ist schön, dass man Betriebe haben die was Saatgut lagern und Speichern und Schützen bewahren.

00:14:46: So wie die Archenoa.

00:14:47: aber das muss regelmäßig wieder angebaut werden weil auch die Samen da kannst du mir bitte ausbessern Die müssen sich ja auch wieder anpassen Informationen sammeln dass sie sich den neuen Gegebenheiten anpassen können.

00:15:03: Und es ist ganz wichtig Pflanzen haben die, was sich an den neuen Gegebenheiten anpassen können.

00:15:10: Und das schmeckt nicht nur gut – das tut uns sogar gut!

00:15:15: Was glaube ich wichtig ist?

00:15:16: Wir sprechen über Begriffe wie Biodynamisch, Demeter und Bio.

00:15:19: Kennt es uns da einfach für die Hörerinnen und Hörern den Unterschied erklären?

00:15:24: Weil ich glaube, sie sind also getrillt mit Armageddesigel, Bio, Demetter….

00:15:28: Das ist so ein Vielfalt am Begriffen.

00:15:30: Ich glaube, das ist für viele einfach... Zu viel?

00:15:34: Man weiß nicht, was da der Unterschied ist.

00:15:36: Also das wäre vielleicht auch...

00:15:38: Ja also ich denke es ist sehr wichtig weil du das eben erwähnt hast wo ich mir auch denke zum Beispiel gerade in der Gastronomie.

00:15:47: also wenn man heutzutage essen geht dann geht man ja eigentlich gerne gibt man gerne sein Geld aus wenn man erstens das Erlebnis hat, wenn gut gekocht ist und wenn die Zutaten gut schmecken.

00:15:59: So ähnlich wie man sich gerne ein bisschen mehr Geld ausgibt für eine gute Flasche Wein weil man weiß, dass es ein Bio-Wein und der schmeckt und da gibt es ja auch sozusagen die entsprechenden Personen, die dann auch dem Wein ein gutes Etikett geben sagen.

00:16:17: Der schmeckt nach Zitrone oder nach Himbeer und nach Minze und das glaubt man alles!

00:16:22: Und beim Gemüse ist es genauso.

00:16:25: Man kann natürlich auch biologisches Gemüse haben, was man großthals auch im Supermarkt findet.

00:16:34: Die natürlich irgendwo in Europa angebaut werden alles vollkommen kontrolliert.

00:16:42: aber wenn man jetzt weiter schaut sozusagen, wenn man ganz tief in die Produktion hineingeht wo das Samen entsteht wie er entsteht Da muss man sagen, dass es da zum Beispiel beim Gemüse auch das, was es beim Wein gibt.

00:16:59: Nämlich sozusagen Geschmackselektion und beim Gemüses gibt es das auch.

00:17:04: Und wenn man solches Gemüses verkocht, z.B.

00:17:07: eine Karotte die wirklich süß ist, wo man nicht einen Zucker dazu setzen muss oder ein Frühkraut, wo kein Zucker dazu zu setzen muss damit ... den Grauzalat essen kann, sondern der an sich süß ist.

00:17:20: Weil er durch den Züchtungs- und Selektionsprozess der Züchter in der Lage war, dass er diese Qualitäten sozusagen herausentwickelt hat ohne Kreuzung, ohne technische Hilfsmittel, sondern die Kunst des Selectierens was eigentlich eine Kulturaufgabe ist solche Gemüse Artensworten, die nähernd wirklichen.

00:17:46: Da muss man auch viel weniger essen und es tut dem Körper gut und man ist gesünder.

00:17:51: Man hat dieses Erlebnis diese Freude.

00:17:54: Es schmeckt so wie ein guter Wein Und man isch befriedigt.

00:17:59: also zufrieden Weil sonst gibt es sehr viele Produkte die wunderbar gemacht sind.

00:18:06: Also vor allen Dingen auch im Süßsektor wo man immer mehr essen muss So ähnlich wie wenn man... Wie

00:18:13: absichtigt ist, dass wir nicht aufhören können.

00:18:14: Ja natürlich!

00:18:16: Und

00:18:16: es tut dem Körper nicht gut, es tut der Ernährung nicht gut und das tut der Gesundheit nicht gut.

00:18:20: Während der andere Weg, das wäre eigentlich ein ganz einfacher Weg aber dafür dient man weniger Geld.

00:18:27: Aber für die Menschen wär's zuträglicher.

00:18:30: Die Frage von Anita, was sollte man noch mal spezifisch erklären?

00:18:36: kein Bäschen gegen konservativer Landwirtschaft.

00:18:40: In Österreich ist die recht gut, aber wir müssen auch außerhalb von Österreich denken und wir finden eine Biodiversität durch.

00:18:48: regenerative Landwirtschafts heißt Bio-Themator oder Biodynamisch ist einfach die stärkste Möglichkeit nicht nur Geschmack zu pflanzen sondern also um auch die Vielfalt zu erhalten, sondern dass das Leben lebenswerter bleibt, weil die Natur geschützt werden muss.

00:19:10: Aber da kannst du vielleicht ein bisschen näher eingehen mit dem Marktgärtnerei Biodinamisch und Demeter, dass man das ein bisschen plausibler erklären kann.

00:19:18: Also wenn wir über biologisch sprechen oder biodynamisch dann sprechen wir eigentlich von Produktionsweisen.

00:19:24: also mit welchen Methoden darf ich will ich Lebensmittel produzieren.

00:19:31: Und wir haben uns EU-weit auf ein Regelmord geeinigt, wie wir Lebensmittel im biologischen Stil produzieren – das bedeutet für mich als Marktgärtnerin, als Gemüsebauproduzentin es muss absolut nachvollziehbar sein, welches Saatgut ich auf meinen Feldern ausbringe, wie ich meinen Bodenbehandler.

00:19:53: also im Biologischen Stil ist ein chemisch-synthetisches Mittel verboten, was den Pflanzenschutz betrifft oder eine chemische Mineraldüngung ist zum Beispiel nicht erlaubt.

00:20:09: Und im Demeterreich bin ich selbst nicht sesshaft.

00:20:13: da kann uns die Reinheld wahrscheinlich mehr erklären.

00:20:15: aber da gehen wir noch einen Schritt weiter nach der Philosophie von Rudolf Steiner Und in Österreich, also weil ich das EU-Biologisch Biologo angesprochen habe haben wir eine zweite Vereinigung die nennt sich Bio Austria.

00:20:33: Die hat diese soziale Komponente noch mit reingenommen und viele Richtlinien verschärft und beachtet.

00:20:40: zum Beispiel wie behandeln wir unsere Mitarbeiter?

00:20:47: Es klingt ja super man kann nicht synthetischen Dünger aus tragen.

00:20:54: Aber da sind sehr viele Salze drin, die was den Boden langfristig austrocknen.

00:20:59: und das nennt man dann degenerierter Boden.

00:21:03: und sobald der Boden degeneriert ist wächst da nichts mehr.

00:21:07: Das ist wie ein Wüste!

00:21:09: Man wird denn schon irgendwann wieder mal wieder beleben können aber das dauert sicher einen Jahrzehnt.

00:21:14: Die Frage Können wir uns das leisten?

00:21:16: Wollen wir uns es

00:21:17: leisten?

00:21:18: Pestizide, Herbizide.

00:21:19: Also Pflanzenschutz klingt ja gut!

00:21:22: Wollen wir wirklich unseren Boden vergiften?

00:21:25: Es gibt da super Tiktok-Videos, legst die Natron ein und... ...auchzehprozent der Pestozide geht ja oberflächlich nice Aber

00:21:35: die Gifte

00:21:35: sind im Boden.

00:21:36: Wir brauchen diesen Mikroorganismen im Boden, damit der Boden gesund bleibt und dass wir überhaupt gesund bleiben.

00:21:46: Da geht es nicht um Naturschutz sondern es geht eigentlich darum, wir sollten egoistisch sein uns selbst schützen zu wollen.

00:21:53: Und wenn man jetzt anschaut Straße von Hormus gesperrt weltweit.

00:21:59: die Landwirtschaft hat Probleme Weil sie kein Hummus hat.

00:22:04: Meine befreundeten Wings und Winserinnen, auch Landwirte, die machen seit Jahrzehnten ihren eigenen Hummus.

00:22:12: Die haben starke Böden, die sind nicht angewiesen auf dem Iran oder sonst irgendwo.

00:22:18: Aber was ist der Vorteil wenn man richtig stark ein Humus hat?

00:22:21: Also einen starken Boden.

00:22:23: Der Boden kann Wasser besser aufnehmen Und die letzten Wochen haben wir sehr oft die Problematik in Österreich gehört über das Grundwasser.

00:22:37: Das zählt auch zur landwirtschaftlichen Krise dazu, weil wir eine Landwirtschaft betreiben, die extrem viel Wasser benötigt und wenn wir gesunde Böden haben dann brauchen wir weit weniger Wasser als in der konventionellen Landwirtschaft.

00:22:54: was auf Monokulturen.

00:22:56: Weil die Böden das besser speichern können, weil sie weniger Wasser brauchen.

00:22:59: Weil sie auch

00:22:59: resilienter sind.

00:23:01: Diese Pflanzen können nach ein paar Tagen ohne Wasser auskommen und dann kommt auch zu einer Landwirtschaft dazu – und bitte immer wieder unterbrechen wenn ich nicht richtig sage – dass wir eine Landwirtschaft wieder betreiben müssen, die was darauf achtet kann in dieser Region überhaupt angebaut werden.

00:23:25: Es nützt man nichts, wenn wir regional sprechen oder lokal und dann haben wir im Burgenland Mais- und Kartoffelärmte also Erdepfeln.

00:23:35: das ist das trockenste Bundesland in Österreich.

00:23:38: Mais-, Erdpfel brauchen extrem viel Wasser.

00:23:41: Subrenner Steiermark, Subrenkanten, subrente Roll als Beispiel.

00:23:45: Das heißt eine Landwirtschaft Die ist einfach aufwendig, das ist ein Knochenjob und wir müssen eigentlich diese Menschen die was für uns machen viel besser bezahlen, viel besser ernen.

00:23:57: also meine tiefste Bewunderung.

00:23:59: Und das wäre... Das ist der Unterschied von vielen unterschiedlichen Landwirtschaften weil die Art von Landwirtschaft ist eine generative Landwirtschaft weil dir müssen ja darauf achten dass der Boden dauerhaft gesund bleibt, sich

00:24:14: immer wieder aufholen kann.

00:24:17: Genau und das ist jetzt im großen Ziel beim Monokulturen und wir reden jetzt nicht von Österreich sondern gibt es extrem große Anbauflächen da geht's nur um den höchsten Ertrag.

00:24:30: wenn der irgendwann noch mal nicht mehr gegeben ist der Boden komplett ausgelaut ist dann sucht man sich halt.

00:24:36: das nächste funktioniert sicherzeitlang gut wird aber auf Dauer uns in der Ernährungssicherheit extrem schädigen.

00:24:45: Zum Abschluss als Beispiel die Kakao-Ernte.

00:24:49: Wir wissen alle haben mitgekriegt, dass Schokolade viel teurer geworden ist, weil wir jahrzehntel immer dieselbe angebaut haben.

00:24:57: und auf Monokulturen haben jetzt achtzehn Prozent Ernteausfälle gehabt.

00:25:02: Die Zahlen sind nicht ganz richtig.

00:25:04: Bei Original Beans, was wir zusammenarbeiten ... kaum ernte.

00:25:08: Ausfälle gehabt, weil sie auf Biodiversität setzen.

00:25:12: Resonierter?

00:25:13: Genau!

00:25:14: Und das ist auch mit der Banane.

00:25:16: Es wird nur eine Sorte angebaut.

00:25:18: Da können wir dann noch zu Sorten vielfalt.

00:25:20: Wenn diese eine Sorde von irgend einem Schädling befallen wird und irgendwann die Möglichkeit mit dem Pflanzenschutz nicht mehr gegeben ist, dann existiert ihr nicht.

00:25:30: okay da haben wir keine Banane mehr.

00:25:31: aber wir können uns nicht nur darauf verständigen.

00:25:33: Mais Weizen und

00:25:36: Rüpfel

00:25:38: Mais, Weiß und

00:25:40: Reis.

00:25:41: Ich würde da jetzt noch mal den Baum spannend zur Saatgut Frage.

00:25:47: Was steht von Gesetzesseite her in Sachen Saat-Gut momentan auf dem Spiel?

00:25:56: Welche Relevanz oder welche Auswirkungen könnte das langfristig auf uns haben?

00:26:03: Du möchtest dir ganz gut beantworten bevor du das durchspielst.

00:26:07: Saatgut ist eine Form von Demokratie.

00:26:11: Wir sind in Europa und sind fahrlässig damit umgegangen, wir reden quasi über Demokratie aber saatgutt das muss frei und unabhängig bleiben weil mit saatgrund beginnt das wo wir unsere Ernährung herkommen und wird dass auf wenige konzentriert.

00:26:28: durch Patente gibt's eine Machtkonzentration und der Demokratie lebt davon, dass es dezentralisiert.

00:26:36: Aber

00:26:36: das ist ja schon der Fall, dass diese Machtkonzentrationen gibt oder?

00:26:39: Also is die rückgängig zu machen.

00:26:41: also soweit ich weiß... ...ist das Geschäft mit Saatgut fünfzig Milliarden Euro schwer.

00:26:48: Das ist mehr als die Musikindustrie weltweit gesehen.

00:26:51: Also das ist ein Riesenbusiness.

00:26:53: Die Musikindustrie glaube ich so einen weltweiten Jahresumsatz von Mit Saatgut machen wahnsinnig viele Leute unfassbar für Geld.

00:27:08: Das wissen viele von uns nicht und das ist konzentriert auf ein paar wenige Konzerne.

00:27:15: Was ist da genau los?

00:27:17: Wie schaut die Saat-Gut-Frage momentan aus, was passiert gerade auf EU-Ebene und was bedeutet das?

00:27:28: Natürlich ist Saatgut Macht und nicht umsonst hat sich das genauso entwickelt, wie es sich entwickelt hat.

00:27:36: In Europa gab es immer sozusagen Saat-Gutverordnungen also es gibt immer zugelassenen Sorten die geprüft werden.

00:27:46: der Trend war natürlich so wie in Asien.

00:27:49: In Asien gab es diese Gesetzgebung nicht dass die das gewisse Züchterfirmen und die Sorten geschützt waren, sprich jetzt sozusagen seit hundert Jahren oder vor allen Dingen nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:28:03: Dort ging die Entwicklung immer in Richtung Hybridsaatgut.

00:28:07: dadurch war ein Schutz von der Saatgut Firma inkludiert, dass eine andere Saat-Gut-Firma nicht mehr diese Elternlinie erkennen kann.

00:28:20: Da wiederum eine Entwicklung, wo man nicht mehr die Elternlinie erkennen konnte.

00:28:26: Sondern wo man dann etwas eingekreuzt hat und so hat sich das bis hin zur Gentechnik entwickelt.

00:28:32: Das ist reine Machtakkumulation.

00:28:36: Es

00:28:36: ist ein Konzerngründer von eigenen Samen?

00:28:38: Was ganz

00:28:39: Logisches!

00:28:41: Aber vorher noch vor hundert Jahren gab es sehr viele kleinere- und mittelständische Zuchtfirmen, vor allen Dingen in Nordeuropa die regionaler und ein bisschen überregional Sorten entwickelt haben, die tatsächlich nahhaft waren.

00:28:59: Die sozusagen dem Anbauer eine sichere Ernte gewährleistet haben, natürlich jedes Jahr durchgezüchtet war.

00:29:11: Im Laufe dieser neuen Entwicklungen sind diese Firmen alle einer nach der anderen aufgekauft worden weil Der Anbauer, ich sage es in einer gewissen Weise wissenschaftskläubig ist.

00:29:23: In Anführungszeichen und nur vertraut wenn gewisse Resistenzen eingekreuzt sind.

00:29:27: Nur glaubt er, wenn da die Mildhauresistenz und diese Erdfloresistenz eingekreuzt ist dann hat eine sicherer Ernte der Druck auch so groß in der Landwirtschaft und die Preise entsprechend nicht dem Produktionspreis.

00:29:45: Und es soll zu sagen, in diesem Zwiespalt befindet sich der Anbauer und dadurch hat er sich auch immer sehr weit von diesen Naturprinzip wo er sozusagen mit der Schule verbunden ist entfernt was natürlich zur Folge hat dass das einerseits sozusagen diese ich sage es in Anführungszeichen Wissenschaftsgläubigkeit in diese neuen Züchtungen, die Resistenzen.

00:30:11: Dass sich das immer mehr entwickelt hat auf der anderen Seite.

00:30:14: Der Großhandel hat aber auch verlangt dass gewisse Sorten angebaut werden weil sie diese Gleichförmigkeit wollen ja?

00:30:21: Der Konsument hat sich daran gewöhnt, dass er ein Paprika der schaut nur so aus wie wenn er aus Plastik wäre und die Tomate kann man gegen die Wand schmeißen und sie zerplatzt nicht.

00:30:36: Und sozusagen mit mit der biologischen Entwicklung, vor allen Dingen in kleineren mittelständischen Betrieben oder jetzt in Österreich sozusagen diese neue Welle der Marktgärtnerei wo man in direkten Kontakt steht mit dem Konsumenten.

00:30:51: Da entwickelt sich ein neues Bewusstsein.

00:30:53: so ähnlich kommt immer wieder auf den Wein zurück dass die Menschen dann sozusagen wahrnehmen das hat einen anderen Geschmack das nähert mich anders.

00:31:02: und genau da liegt eigentlich die Chance in so einem kleinen Land wie Österreich ja wo wir einen hohen Prozentsatz an Gemüsebauern haben.

00:31:10: Eigentlich müssten wir noch mehr Anreize geben, also ich sage es auch politisch, dass dieser Anteil in Österreich gestärkt wird.

00:31:20: Wir sollten das Land sein nicht nur mit den höchsten Bio-Anteilen sondern wir sollten auch das Land sind wo die besten Produkte produziert werden, die natürlich in Europa vermarkt werden können.

00:31:30: und wir sollten das land sein wo Bio Züchtung stattfindet.

00:31:34: Ja, weil das wird gebraucht werden.

00:31:36: Ich meine Österreich hat einen sehr hohen Bioanteil.

00:31:38: inwiefern ist der gefährdet durch diese neue Saatgutfrage wie sie derzeit auf EU-Ebene B und ausverhandelt wird?

00:31:50: Ja, natürlich ist es sozusagen biologisch und darf man keine Gentechnik verwenden.

00:31:54: Auch so zu sagen beim Saatgut wird das natürlich geprüft auch die neuen Gentechniken in NGT.

00:31:59: Das wird geprüfte Saat-Gut muss rein sein.

00:32:01: davon aber es wird nicht gefragt wie bewerkstelligt man das dass es rein ist?

00:32:06: ja also wenn jetzt sozusagen am Nachbarfeld irgendwas gentechnisch mit der neuen Gentehnik angebaut wird und es gibt ja fremdbefuchter Ja, was passiert dann?

00:32:18: Wie kann sich der...

00:32:20: Das ist möglich.

00:32:22: Natürlich!

00:32:22: Im Österreich.

00:32:24: Nein nein das ist nicht möglich.

00:32:25: also wenn ich jetzt ein Kürbis anbaue sozusagen der berühmte Ölkürbiss in Österreich und daneben baut jemand einen Kürbus mit NCT und es ist die gleiche Art.

00:32:36: NCT müssten wir kurz erklären.

00:32:38: Neuer

00:32:38: Gentechnik neue gentherrische Methoden und dann die nicht gekennzeichnet werden müssen.

00:32:44: Nur im Saatgut, aber es kann ja auch Versuche stattfinden und wer weiß?

00:32:49: Dann kann das sozusagen eingekreuzt werden und das ist die große Gefahr, die da lauert.

00:32:56: Und es wird sozusagen auch sozusagen das womit ein Züchter arbeitet Das wird immer schwieriger werden dass man soll zu sagen das was wir immer nennen so zu sagen den den Regenschirm oder das, was tradiert ist.

00:33:13: Dass das gentechnisch frei ist.

00:33:16: Das ist unvorstellbar wenn wir ein Testprogramm haben.

00:33:20: Wir haben hunderte Sorten die wir testen können nicht hundertes Worte prüfen lassen ob sie gentechnikfrei ist.

00:33:27: Ein mittelständiger oder kleiner Betrieb bewerkstelligt das überhaupt nicht.

00:33:31: aber genau das wird benötigt.

00:33:33: und eigentlich von der Gesetzgebung heißt es in die ganzen Bioverbände Müssen Gentechnik Freie arbeiten aber dazu brauchen sie gentechnik freies Saatgut.

00:33:44: Und das muss produziert werden können und zwar zu einem vernünftigen Preis, und es geht nur wenn es in einem Land Wenn es bewusst wird dass das eigentlich die Chance ist.

00:33:57: Das ist wirkliche Nachhaltigkeit.

00:33:59: Aber was ist das für ein Prozess, dass du umstößt auf Bio?

00:34:03: Weil wir haben an Gemüsebauern.

00:34:04: Da fahren wir so oft drauf der arbeitet mit so viel Natur da sind die Hühner im Feld.

00:34:09: also das ist naturpur.

00:34:11: das merkste auch dann an die Eiern wenn dort zwar da drinnen sind dass es die überglücklichsten Hühnersahnen aber was wäre das für eine Prozesse von Ihnen für ihn auf bio umzustellen?

00:34:22: Das darf man nochmal auf das mit Genttechnik die größte Hürde oder die größten Sorgen, die es berechtigt ist dass wenn sich

00:34:33: das

00:34:34: genetisch verändertes Saatgut mit dem anderen Saatgot vermengt.

00:34:39: Dass dann zu einem Patentstreit kommt quasi du kannst dann verklagt werden weil du der Saat gut von dem oder dem Konzern nimmst und die haben bessere Anwälte mehr Geld da wirst du nicht wirklich eine Chance haben, quasi es wird dir deine Grundexistenz entzogen.

00:35:03: Die Möglichkeit hast du natürlich bei Indern einzukaufen.

00:35:06: das ist die größte Gefahr.

00:35:09: Nicht ob das Bio ist oder nicht sondern den Rechtsstreit wem oder wer ist der Ureigentümer an diesem

00:35:18: Saatgut?

00:35:20: Das ist die grösste Gefahr von der neuen Gen-Technik, soweit ich das verstanden habe.

00:35:26: Das heißt man macht langfristig alle Landwirte und Landwirtinnen abhängig.

00:35:34: Vollkonzernen?

00:35:35: Da wird der Preis dann bestimmt.

00:35:37: Du hast nur mehr das zu kaufen und wahrscheinlich gibt es auch die bestimmten Mittelstände, was du da dazukaufen darfst damit dieses Saat gut rausgeht.

00:35:49: Ich glaube, in Deutschland gibt es auch schon so die Fälle.

00:35:52: Wenn du Saatgut weitergibst als Person kannst du bis zu dreißigtausend Euro verklagt werden.

00:35:58: Wahnsinn!

00:35:59: Also wenn du was für ein Saat-Guts weitergibt?

00:36:02: Eines das ursprünglich von einem Konzern mitentwickelt wurde oder... Vielleicht

00:36:07: muss man dieser Stelle eben kurz erklären wo die Schönheit des samenfesten Saatguards eben liegt und im Vergleich zu Hybridsorten, wie wir sie heute vermehrt auf unseren Tischen finden oder eben auch dieser Gentechnik, über die wir schon gesprochen haben.

00:36:22: Und beim Samenfesten Saat gut ist es eben so dass ich weiß wenn ich aus meiner Reifenparadise den Samen nehme dem dementsprechend Aufbereite, Aufbewahre fürs nächste Jahr wieder aussehe und vermehre und wieder pflanze das sich garantiert eine Paradise wie im letzten Jahr wieder bekommen.

00:36:46: Also die Merkmale der Pflanze bleiben erhalten, das ist diese Reinheit von der wir da gesprochen

00:36:53: haben.

00:36:53: Das ist jetzt Samenfeste?

00:36:54: Das ist Samenfest und es macht mich unabhängig weil ich weiß wenn ich nur vier Drittel und das ist das was einen guten Bauern eigentlich ausmacht Vier Fünftel würde sagen Vier fünfteln meine Ernte verkaufe ein Fünftel zurückhalte und das wieder als Saatgutverwende fürs nächste Jahr, dann verschafft mir das eine Riesenunabhängigkeit.

00:37:20: Weil ich eigentlich in diesem Zyklus Jahr für Jahr wieder produzieren kann.

00:37:27: Und du nicht angewiesen bist auf Saat-Gut von Konzernen?

00:37:30: Und der Vorteil ist so wie ich das einmal vom Steckowitsch verstanden habe, dass diese Paradaeis oder Tomaten sortet was dieses Jahr aber sich angepasst hat und diese Information gespeichert hat und für die nächste Jahr wieder weiter gibt.

00:37:47: Das heißt, die Wahrscheinlichkeit dass sie wächst ist riesengroß!

00:37:53: Ja also so sind ja auch Sorten entstanden.

00:37:56: es gab nicht nur eine Zuchinsorte sondern wenn man nach Italien schaut da gibts die Milano Bianco und Werte.

00:38:05: Und ich weiß nicht, was alles ... Das sind alles regionale Sorten, die sozusagen einerseits aus den regionalen Vorleben in der Küche entstanden sind für bestimmte Gerichte oder Oberschienen, also Melanzani, die man nur dafür verwendet hat.

00:38:23: Dann hat mein spezielles Gericht da ausgemacht.

00:38:25: Es hatte einen bestimmten Geschmack oder eine bestimmte Koch-Eigenschaft.

00:38:29: Und es hat sozusagen regional entwickelt und da gab es ganz bestimmte Personen oder vielleicht auch kleinere Zuchtbetriebe, die sich dann genau um diese Sorten gekümmert haben.

00:38:40: Es ist auf der einen Seite das richtig was du sagst Sarah dass man dass diese Unabhängigkeit gewährleistet ist, aber nur bei Selbstbefruchtern.

00:38:48: Also bei Sorten die sich selbst befruchten.

00:38:51: Aber Sorten, die über Insekten oder die über Wind befrucht werden müssen, da braucht man eine viel größere Anzahl und dafür ist es nötig, dass es dann auch Institutionen Betriebevereinigung gibt dann wirklich jährlich darum kümmern, dass dieses Sortenbild und die Qualität der Ertrag aus dieser Sorte das gewährleistet ist.

00:39:19: Weil der Gärtner oder der Anbauer braucht dieses Vertrauen in diese Sorte – so hat sich das entwickelt!

00:39:27: Es gibt Sorten, die wachsen südlich der Alben und Sorten die wachsen nördlich.

00:39:32: Das bietet eigentlich sozusagen die Ertragssicherheit, die der Anbauer braucht auf der einen Seite Unabhängigkeit auf der anderen Ertragesicherheit.

00:39:41: Und das nächste ist mit samenfestem Sorten sind wir tatsächlich auch mit biologisch-dynamischen neu entwickelten Methoden seit den letzten über vierzig Jahren in der Lage neue Sorten zu entwickeln.

00:39:55: Und das macht mich immer sehr froh, weil auf der einen Seite wie du Eingangs erwähnt hast dass sehr viele Sorten verloren gegangen sind.

00:40:03: Ja!

00:40:04: Auf der anderen Seite sind wir in der Lage mit neuen Methoden die vielleicht jetzt gar nicht so bekannt sind und schon gar nicht gelehrt werden an irgendwelchen Universitäten oder Fachhochschulen In der Lage neue Qualitäten und neue Arten zu entwickeln lassen.

00:40:20: Wir erfinden jetzt keinen neuen Kohlrabi Aber wir sind ja eine Lage Ein Kolrabi entwickeln durch unsere Zuchtmethoden.

00:40:28: Der nachhaltig nähert, der schmeckt, der schön ausschaut und der Ertragssicherheit bietet.

00:40:35: Und das ist einfach nur Arbeit!

00:40:37: Das ist Arbeit die ein Züchter erlernen kann und wo es eine ganze Hingabe hinein gibt.

00:40:43: Es wird nicht im Labor gemacht sondern in einem in einem Umfeld gemacht, was auch biologisch ist und das immer wieder beim Boden wie du eingangs gesagt hast.

00:40:54: Es gehört alles zusammen.

00:40:56: Alles bedingt sich gegenseitig!

00:40:58: Man kann Züchtung und Saatgut nicht separat sehen von dem ganzen Naturprozess.

00:41:07: Aber da würde ich als Konsument sagen, es ist super wenn die Konzerne übernehmen dann sind ja auf langfristigen Wirtschaften Erfolg aus.

00:41:17: Geht es mir gut, ne?

00:41:19: Könnte man so sagen oder?

00:41:21: Könnt er nur so sagen.

00:41:23: Aber wollen wir nicht!

00:41:27: Einfach um die Diskrepanz einmal zum näherbringen weil wir sind in dem Thema ein bisschen rinnend also extrem tief.

00:41:34: aber jetzt die Zuhörerinnen und Zuhäuer da wäre es schon spannend auch für mich zu wissen warum es dann extrem wichtig ist dass wir das nicht in wenige Hände geben weil die wenigen händen.

00:41:45: ich glaube drei Preikonzerne haben mittlerweile von einer Fünfzehnte von Saatgut patentiert.

00:41:52: Worum es einfach noch wichtig ist, dass wir unabhängig davon bleiben weil die können natürlich auch eine Garantie ausgeben.

00:41:58: Wir werden immer schauen das Samen gibt, dass ihr der Nährung habt.

00:42:03: Klingt nach Science-Fiction!

00:42:05: Ist aber wie die Reinhild gesagt hat einfach nur harte Arbeit.

00:42:09: und um vom Ausgangspunkt von dem ich gerade gesprochen habe zum Ziel zu kommen Vergehen, korrigier mich circa sieben Jahre.

00:42:20: Sieben jahrelang wiederhole ich diesen Prozess und selektiere und beobachte was bedeutet das?

00:42:29: Und es ist wirklich also das ist jetzt nichts im Labor sondern das findet am Feld statt.

00:42:34: Ich baue diese zwei Gemüse nebeneinander an und schau wie sich eben verkreuzen.

00:42:40: dann nehme ich dieses Saatgut lege es nächstes Jahr wieder in die Erde Ernte diese Gemüse, schneide sie auf und beobachte er entstehen da schon Veränderungen.

00:42:52: Gehen wir schon in die Richtung wo ich hin will?

00:42:55: Und dort wo ich mich in dieses Richtung ziel bewege, die markiere Ich Die markiere ich mit einem Steckerl, die markiere mich mit einem bunten Faden.

00:43:04: Also ganz einfach eigentlich!

00:43:07: Und warte wieder bis sie aufblühen, Samen produzieren und nehme diese wieder... ...und baue sie nächstes Jahr wieder an.

00:43:14: Und von Jahr zu Jahr komme ich meinem Ziel näher, bis das ich irgendwann behaupten kann.. Ich habe es geschafft...

00:43:21: Eine Linie?

00:43:22: ..und hab eine reine Linie bekommen.

00:43:25: Wow!

00:43:27: Ja also ich habe etwas Interessantes gelesen.

00:43:30: über Saatsuchtlins, über einen Züchter zum vierzigjährigen Jubiläum von Saatgutlins.

00:43:36: Da ging es um die KI.

00:43:37: natürlich, kann man inzwischen mit KI sehr viel in diesen Züchtungsprozessen bewerkstelligen.

00:43:43: und weil das sind ja nicht nur die sieben Jahre sondern das sind vierzehn Jahre, weil das in zweijährige Kulturen meistens wenn's um die Rettiche geht also ein sehr langer Prozess.

00:43:53: und dass dieser Prozess sozusagen dokumentiert muss natürlich alles dokumentiert werden.

00:43:58: Aber, und das war das Interessante der Züchter.

00:44:01: Es ging so natürlich um Getreide.

00:44:03: Er hat gesagt es ist trotzdem unerlässlich dass die Zücher mit seinem Wesen seiner Hingabe diese sogenannte Züchterblick wo man einfach Es soll sagen, ich möchte fast sagen das Wesen dieser Pflanze verstehen muss.

00:44:20: Dass man richtig handeln.

00:44:22: Das ist unerlässlich!

00:44:24: Also man kann nicht nur alles mit KI machen.

00:44:26: Das fand ich ganz toll.

00:44:27: Das stand in der Festschrift drin und genauso ist es beim Gemüse weil diese Sorten die wir heute haben, Radies, Rind, Gurken... Alles was wir heute an Kulturpflanzen haben das sind genau von diesen Menschen entstanden die sozusagen diese Pflanzen geleitet haben.

00:44:47: Das ist ein Kulturprozess und hat sie regional entwickelt, ja?

00:44:55: Und dahinter stehen Menschen, die das gemacht haben für andere Menschen.

00:45:00: Das ist der Unterschied zu dieser Akkumulation von diesen großen Züchtungfirmen.

00:45:05: Da steht nicht an erster Stelle, dass wir sozusagen dienende sind, die für anderen Menschen etwas entwickeln, dass es ihnen gut geht und sie gesund sind und sich freuen.

00:45:17: Sondern da steht ein ganz anderes Prinzip dahinter.

00:45:23: Und wir müssen Plätze schaffen, an denen sich Menschen wohlfühlen.

00:45:26: Die das für uns machen oder in dem Fall eben ich und vielleicht eben für die Zuhörer.

00:45:32: wenn man sich jetzt seinen Lieblingsplatz vorstellt also denkt man vielleicht nicht an die Kuscheldecke oder vielleicht eben schon Wie schaut der aus?

00:45:42: Also vermutlich bunt Wenn wir jetzt in Richtung Natur gehen ertragreich Wenn es regnet, habe ich ein Dach überm Kopf.

00:45:52: Wenn es so eine Hitzewelle gibt wie jetzt suche ich vielleicht irgendwann einen Schatten auf.

00:45:59: Es gibt eine Wasserquelle weil so oft dieses Wort Monokultur und Vielfalt gefallen ist.

00:46:05: wenn wir uns diesen Lieblingsplatz so vorstellen wie ich es gerade beschrieben hab weil vermutlich die meisten tun, dann sprechen wir von einem vielfältigen Ort der uns unterschiedliche Habitate ermöglicht als Mensch und Tier.

00:46:19: Wenn wir von Monokulturen sprechen.

00:46:22: jeder von uns kann sich ein Maisfeld vorstellen.

00:46:25: da ist Mais!

00:46:28: Und vielleicht ein verwüsteter Boden.

00:46:30: aber ich finde kaum einen Schatten Ich will keine Wasserquelle ich find keine Blüte die mich erfreut mit ihren Farben.

00:46:38: Und so langweilig diese Bilder sind in unseren Köpfen, so düster ist es auch sich in diesen zu bewegen als Mensch.

00:46:50: Also wenn wir wollen dass wir wieder Menschen auf unseren Feldern sehen die die Pflanzen als Wesen wahrnehmen und sie züchten dann müssen wir eben so vielfältige Plätze schaffen.

00:47:05: Da kommt die Marktgärtnerei jetzt ins Spiel, so wie es wir eben sind.

00:47:11: Also ein Gemüsebaubetrieb der eben nicht nur eine Fläche zeichnet, eine gerade Fläche sondern wo Steine irgendwo liegen... Kleinstiere anzudeln können, wo ein Altholz haufen lebt.

00:47:27: Wo viele Insekten einen Nisplatz finden.

00:47:30: Wo zu jeder Jahreszeit etwas am Feld gerade keimt.

00:47:35: Etwas blüht, was im vollen Erdrag steht von dem ich ernten kann.

00:47:40: Etwa verweste, wo organische Masse wieder zurück in den Boden kommt.

00:47:45: Solche Plätze müssen wir schaffen und nicht.

00:47:48: Ja also das erinnere mich jetzt an mehrere Sachen.

00:47:52: Ich habe vorhin gesagt, alles hängt mit allem zusammen und das ist genauso in der Natur.

00:47:57: Also einer meiner Züchterlehrer, der lebt nicht mehr wie der Herr Schmid hat ein großes Projekt betreut – dreihunderttausend Hektar in Brasilien.

00:48:04: Und auf diesen dreihundertausend Hekter wurde ein schnell wachsender Baum gepflanzt, der nach sieben Jahren Schnittreif war, also dieses Holz, und dann hat sich dort eine riesen Fläche, dreihunderttaussenthektare, eine Monokultur gab es einen Sägekäfer der oben in der Spitze, sozusagen die Spitze abgesägt hat und dort seine Eier reingelegt hat.

00:48:27: Das war ein Riesenschaden dran der Tausend Hektar.

00:48:29: was hat er gemacht um das zu renaturieren?

00:48:31: Das habe ich total begeistert!

00:48:33: Er hat alle zehn Kilometer Schneisen reingebaut und hat dort Urwald wachsen lassen und mit dem Erfolg, dass sich das alles wieder normalisiert hat.

00:48:46: Und genau das ist es.

00:48:47: Wir finden das beim Wein.

00:48:49: da gibt es dann irgendwelche Naturecken wo sozusagen wieder Kräuter und ich weiß nicht was Gebüsch wächst hier?

00:48:59: Dann heißt es nachher, dass Terroir fließt in den Geschmack des Weines ein.

00:49:06: Das ist sozusagen in der Kultivierung von... von Pflanzen, die wir für die Ernährung brauchen.

00:49:15: Es hängt alles mit allem zusammen und das bietet eigentlich größtmögliche Sicherheit dass alle diese Organo- und Lebensbereiche miteinander verflochten sind und miteinander sozusagen gesunde Grundlage bilden.

00:49:32: Man spricht von einer Balance im Ökosystem eigentlich.

00:49:36: Und wenn das aus dem Gleichgewicht gerät, dann haben wir eben diese Gefahr dass gewisse Tiere die dann sogenannten Schädlinge überhand nehmen weil sie unsere Kulturpflanzen bedrohen.

00:49:48: Aber wenn die Fressfeinde haben Dann wären die bis zu einem gewissen Grad in Schach gehalten und ja knappern Sie ein bisschen an unseren Früchten.

00:49:58: Wir teilen ja gerne, ist ja kein Problem.

00:50:00: Wir wollen nur nicht alles verlieren!

00:50:02: Naja ich als Syngentaschef würde sagen, Sarah, da hast du es mitgebracht.

00:50:09: Der tötet alles.

00:50:11: Also für mich ist immer die Frage wie machen wir das bewusst?

00:50:17: Dass er ganz, ganz wichtig ist... dass wir unterschiedliche Möglichkeiten am Leben erhalten, unterschiedliches Saatgut haben, unterschiedliche Bauern und Bäuerinnen sowie Winz- und Winserinnen.

00:50:28: Also überhaupt die Landwirtschaft!

00:50:30: Weil ich als Konsument... Ich sehe die Tomate, es gibt zwei Sorten.

00:50:36: Wow, ich habe schon Wahlmöglichkeit.

00:50:39: Wenn ich in einem Supermarkt gehe, ich hab immer was zum Essen.

00:50:42: also deswegen finde ich mir Wir sollten dass mehr herauskristallisieren, worum es notwendig ist uns nicht auf wenige Firmen zu konzentrieren sondern tatsächlich vielzahl und eine Mehrzahl an Menschen den Auftrag zu geben.

00:51:02: erhaltet unser Ernährungssystem am Leben.

00:51:06: Ja aber das geht dann schon wieder da weiter wie wir uns ernähren?

00:51:09: Es entstehen so viele Krankheiten halt Tage die was früher teilweise nicht gehen oder sie werden stärker.

00:51:14: sagen muss.

00:51:15: Und das kommt ja auch wahrscheinlich viel von der Gentechnik.

00:51:20: Ich weiß jetzt nicht, wie man es anreden sollte des Themas.

00:51:22: Das

00:51:24: Argument von der gentechnik sagt gut wurde immer schon genetisch verändert oder abgeändert oder weiterentwickelt und das ist für mich zum Beispiel nicht den Hauptgrund, was ich sagen möchte.

00:51:39: Für mich wäre ein Hauptgrund wirklich... dass es nicht drei oder vier Companies in die Hand geben möchte, der was bestimmt.

00:51:46: Was ich bezahle und was sich anbaue und wie ich mich zu ernähren habe.

00:51:51: Ein Einheitsbereich ist super profitabel weil wir wissen wann die Erntisch, wann gespritzt gehört, wann's reif ist raus.

00:52:00: Ich als Mensch, als Koch, als Papa brauche die Vielfalt.

00:52:04: Ich möchte das meine Kinder auch in zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren die Wahlmöglichkeit haben.

00:52:12: Und nicht dass irgendeine Person dann entscheidet was auf dem Teller kommt und was angebaut wird.

00:52:18: Weil das ist ein Wüste!

00:52:20: Das hat im Kommunismus schon nicht funktioniert.

00:52:22: Wir brauchen die Diversität.

00:52:24: wir brauchen die Vielfalt und Entscheidend wird sein welches System wir unterstützen beim Einkauf, beim Anbau.

00:52:34: also Die Diversität, die Biodiversität ist für uns wenn wir frei leben wollen.

00:52:43: Freie und unabhängig unausweichlich!

00:52:46: Und deswegen finde ich es schade dass das ganze Thema in Europa nicht von dieser Perspektive gesehen wird sondern nur im Geschmack.

00:52:57: Es interessiert keinen Menschen um mehr als sixty-fünf verschiedene Ribeslam.

00:53:01: Ich find's geil weil dann kann ich ganz andere geschmecken.

00:53:05: Aber jeder wird sagen, für was brauche ich Riebissel?

00:53:08: Möge ich nicht.

00:53:09: Für was braucht ich Insekten?

00:53:10: Kann er wie gestochen werden?

00:53:11: Also ihr auch nicht!

00:53:13: Bei den Bienen kapiert das noch jeder.

00:53:15: Wir brauchen diese Lebewesen, wir brauchen die Lebewesse, die was die Fruchtfolge macht aber wir brauchen extrem viele Würmer und so, die etwas dem Boden bearbeiten, dass man kein Hochwasser haben.

00:53:26: Dass wir keine Wüsten haben.

00:53:28: Wir haben viel zuviel Monokulturen.

00:53:30: in Österreich glaube ich ist die größte Monokultur in den Wäldern.

00:53:33: Für Mischwellen hast du weniger Brandgefahr.

00:53:36: Schau Griechenland an, schau Kroatien an!

00:53:39: Wenn es da brennt, brennts lichterloh.

00:53:42: Zwar hat das ein Mensch angefackelt aber wenn da auch ein Mischwald wäre dann wird es viel stabiler sein.

00:53:48: Das heißt für mich aus meiner Perspektive mir würde jede Wahlmöglichkeit genommen.

00:53:55: ich will einfach eine unabhängige Person sein der was auch zukünftig freie Wahl hat und als Koch möchte ich meinen Gästen Herkunft schmeckbar und erlebbar machen.

00:54:09: Für mich ist es ein zentrales Thema, dass wir Menschen haben die was für uns das anbauen was uns nähert und nicht was ein einzelner Konzernchef vorgibt was den höchsten Ertrag und höchstens Profit gibt.

00:54:27: weil wenn man mal ein bisschen schaue mit dem Darmikropion da könnte man dann eine Stunde lang.

00:54:31: Wir brauchen diese Vielfalt, wir brauchen keine Einfall.

00:54:35: Und das wird uns mit dieser Entscheidung genommen.

00:54:39: Irgendwann wird dann die Fahrelle battentiert.

00:54:41: Hat der Australien auch schon mal probiert?

00:54:42: Ja, da hat

00:54:45: es nur noch

00:54:45: eine Fahresanne.

00:54:47: Da geht's nicht nur um verschiedene Sorten.

00:54:49: Sortenfielfalt extrem wichtig, Erdenfielfald extrem wichtig aber für mich ist unabhängig wichtig.

00:54:56: Macht auf viele Menschen zu verteilen, nicht zu zentrieren.

00:55:03: Wir haben jetzt aktuell super das man Wahnsinnigen haben da was in den USA eigentlich alles zeigt wie es geht.

00:55:09: Wollen wir das?

00:55:11: Wollten wir das tatsächlich?

00:55:12: Europa redet von Demokratie und Freiheit!

00:55:16: Deswegen verwunderts mich dass nur hundertzwanzig Köche bei dem Saatgut unterschrieben haben und nur zwanzig tausend überhaupt unterschreiben haben.

00:55:23: meine Petitionen Das geht uns alle etwas an.

00:55:26: Was war das für eine Petition

00:55:28: dass wir saatgut frei von Patenten halten.

00:55:32: Was war das für eine Petition?

00:55:33: Die ARC NOA kämpft mit einem zweimonestarken Team in Brüssel, für die Unabhängigkeit von vielen, vielen Tausenden Landwirten und Landwirtinnen.

00:55:46: Sie haben es geschafft, zwanzigtausend zu aktivieren.

00:55:50: Menschen in ganz Europa einerseits grossartig, andererseits ein schwaches Zeichen weil es sicher mehr als wie zwanzigtausend Landwirten und Landwirte gibt.

00:56:00: Ich habe eine Sammel-Mail von zweieinhalbfünfzig oder dreihundert E-Mails rausgeschickt an Chefs in ganz Europa mit der Bitte das auch weiterzuleiten.

00:56:09: Das war todelsicher ein Klonerzeiler wo du nur unterschreiben musst.

00:56:14: Es haben hundertzwanzig Unterschrieben.

00:56:16: also wir Gastronomen und Gastronominien, Landwirtinnen sind uns nicht bewusst, welche Auswirkungen das hat und erwarten dann zeitgleich von Konsumenten.

00:56:27: Dass er merkt.

00:56:29: okay Saatgut ist wichtig Biodemeter ist wichtig, Biodiversität ist wichtig.

00:56:34: Das finde ich so absurd.

00:56:35: Ja ja

00:56:37: Und lasst mich in Christian Cida zitieren wo die Astrale ihn angerufen hat.

00:56:42: wie sollen sie mit ihren Weinbergen umgehen?

00:56:45: weil die haben extreme Trockenperiode wenn er sagt naja Es hätte jetzt vor zehn Jahren anfangen sollen.

00:56:51: Dann hättet es das Problem

00:56:53: nicht.

00:56:53: Natürlich kannst du jetzt anfangen, aber du hast einfach Ernteausfälle.

00:56:57: Ernte-Ausfälle hast kein Geld.

00:57:00: Wenn Firmen ein Patent anmelden dann wird sozusagen aus konventioneller Züchtung werden bestimmten Eigenschaften die eigentlich bisher nicht genehmigt wurden, sozusagen in Europa.

00:57:18: Aber die werden jetzt untermauert und dadurch werden Eigenschaften, die eigentlich in Pflanzen seit jeher waren da erheben Pflanzen das Patentrecht und damit gehören ihnen die Pflanzen Und jeder der sozusagen eine Pflanze anbaut mit einer gewissen Eigenschaft sagen wir irgendeine Trockenheitsresistenz Das gehört dann dieser Firma was aber eigentlich eine natürliche Eigenschaft war in dieser Pflanze oder was in einer konventionellen Züchtung über einen Züchtungs- und Selektionsprozess hineingekommen ist.

00:57:57: Und darauf erheben jetzt Firmen Anspruch, und dadurch heißt es wenn sie eine bestimmte Resistenz zum Beispiel in einer Tomate, in einem Paprika irgendwo in einer Gurke gefunden haben sozusagen dadurch, dass sie in das Genom hineinschauen konnten.

00:58:13: Haben Sie oder haben etwas eingekreuzt mit der neuen Gen-Technik?

00:58:18: Dadurch haben Sie das Recht, dass Ihnen diese Pflanzen gehören und das schafft eine größtmögliche Abhängigkeit!

00:58:32: Das ist die Gefahr auch sozusagen für Biologisches hat gut Produktion, dass man nicht mehr ohne Weiteres auf das was tradiert ist über Jahrtausende zurückgreifen kann.

00:58:45: Außer in eigenen Gehenbanken.

00:58:47: Ja aber

00:58:47: was können wir dagegen machen?

00:58:48: oder kommen wir da was dagegen machen?

00:58:51: Nein

00:58:52: genau das!

00:58:53: Aber die Sarah doch vorhin schon auch erklärt wie sie in diesem Sieben-Jahresprozess ihre Sorten sozusagen auf natürlichem Wege erhält und irgendwie aktualisiert, oder?

00:59:08: Wenn ich das richtig verstanden habe.

00:59:09: Jetzt kann man doch sagen ja gut warum macht es nicht jeder so?

00:59:12: aber

00:59:13: Es muss.

00:59:15: der Saatgut muss sozusagen im biologischen Muss gentechnisch frei sein.

00:59:22: Das verlangen die Verbände Bisher.

00:59:26: Das ist es ja in deinem Fall.

00:59:27: Es soll zu sagen, wir haben hier nicht nur biologisches Saatgut, sondern was weltweit verfügbar ist.

00:59:32: Wir haben weltweit auch in den Genbanken Saat-Gut, was konventionell produziert und völlig in Ordnung ist.

00:59:41: Was aber jetzt diese neue Gentechnik, die muss ja nicht mehr gehen ... Sollte das sagen?

00:59:47: Wir wissen ja nicht, was da drin ist.

00:59:49: oder ist das verkreuzt mit irgendwas, wo das dann vermehrt worden ist.

00:59:55: Es ist nicht mehr gewährleistet von dem Material, womit ein Züchter heutzutage arbeitet auch für biologische Saatgurtproduktion.

01:00:03: Dass das einfach rein ist und dass wir so... Ich möchte sagen an diesen natürlichen Entwicklungsprozess über Jahrtausende können wir nicht mehr ohne weiteres Teil haben.

01:00:14: also Wir haben das Glück!

01:00:15: Wir haben eine eigene Gen-Bike schon seit dreißig Jahren aufgebaut aber Das ist viel zu wenig.

01:00:24: Jetzt könnt ihr zum Beispiel gar da hergelaufen kommen und du hast jetzt die Rettichort mit dem pinken Fruchtfleisch, könnte jetzt kommen und das einfach patentieren lassen.

01:00:34: Wenn er eine Kleinigkeit ändern täte.

01:00:37: Das ist die Gefahr, die wir da jetzt gerade erklärt bekommen haben Enteignung dieses Grundrechts für den Bauern Saatgut zu besitzen und somit nimmst du dem Bauern seine Lebensgrundlage.

01:00:54: Und weitergesponnen, das ist das was der Paul vielleicht vor einer Viertelstunde angesprochen hat nehmen wir uns die gesamte Freiheit unsere Demokratie die wir hier hoch leben in Europa und soll auch weiterhin so bestehen.

01:01:08: auf die Frage warum macht es nicht jeder dieses Pinkeradischen mit dem schwarzen Rettig zu züchten.

01:01:16: Das ist, glaube ich, diese Frage die ich in einen Raum geworfen habe eingehend und zwar wie können wir uns Vielfalt leisten?

01:01:24: Also es ist harte Arbeit wie wir gelernt haben und Arbeit wird verrichtet von Menschen und Menschen kosten Gott sei Dank

01:01:34: viel

01:01:34: Geld.

01:01:35: Ja das heißt Ich glaube Es liegt an uns Und auch wenn wir nur eine Nische besetzen, aber wir können dürfen und sollten uns Lösungen einfallen lassen.

01:01:45: Modelle wie es möglich wird Vielfalt zu erhalten sie aber auch an unseren Felden aktiv anzubauen und am Ende des Tages im Restaurant beim Pause vieren zu können.

01:02:00: Wir sitzen ja hier in einer wunderschönen Runde denn die Reinhild produziert die Basis für uns nämlich die Samen auf wahnsinnig gesunden Boden.

01:02:11: Ich wiederum beziehe diese Samen als Gemüsebäuerin, mache Früchte draus und bringe sie mit meinem Transporter direkt zum Paul ins Restaurant

01:02:25: wo die Anita und ich das essen und genießen können.

01:02:29: also wir haben da die gesamte Kette.

01:02:31: Ja, und das ist erstens super.

01:02:34: Lebenserfüllend, schmeckt gut!

01:02:36: Und auf das was Janita gefragt hat wie kann ich mir davon schützen?

01:02:40: Wenn ein anderes Feld so wie das jetzt sehe eben die neue Technik anwendet und es geht rüber zum Feld von der Sarah dann hat sie eine verändertes Saatgut wo ein Patent drauf ist und das gehört ja dann nicht mehr vereinfacht dargestellt.

01:03:05: Super, oder?

01:03:06: Ja!

01:03:08: Also auch...

01:03:10: Dagegen müssen wir was tun und ich glaube das ist aber schon der positive Ausblick den man langsam abschließend hier mit ins Spiel hineinbringen kann.

01:03:20: Marktgärtner rein gibt es immer mehr.

01:03:24: Sarah dein Erfolg spricht auch dafür dass das vielleicht langsam ein bisschen ankommt.

01:03:30: Bei gewissen Menschen sicher noch nicht bei allen, aber die Thematik dürfte so weit in gewissen Köpfen sein dass Menschen wissen warum es Sinn macht beim Marktgärtnerein einzukaufen.

01:03:44: Du belieferst ja nicht nur den Bauliewicz und ein paar andere Super Gastronomiebetriebe sondern bei dir kann man auch als Einzelperson etwas kaufen.

01:03:55: Und ich glaube ein anderer ziemlich positiver Ausblick den der Paul vorhin kurz angesprochen hat, ist das immer wieder mal im öffentlichen Diskurs das Thema Kosten Wahrheit erwähnt wird.

01:04:10: Also ich glaube wir werden langsam alle ein bisschen dafür sensibilisiert wenn ein Lebensmitteln konventionell ist dass zugespritzt ist und dass Chile kommt um was er nicht um um neunzig Prozent billiger ist als wie das da kaufen würden, hat das keine Kostenwahrheit.

01:04:25: Weil wir damit sehr viele Schäden und horrende Umweltkosten in Kauf nehmen.

01:04:33: Also es passiert was.

01:04:34: Aber...

01:04:35: Es geht ja noch weiter finde ich!

01:04:38: Unser Sozialsystem muss gefüttert werden.

01:04:42: Jeder Unternehmer und Unternehmerin, dazu zählt natürlich auch die ganzen landwirtschaftlichen Betriebe, zahlt in unser Sozialsystem ein, was großartig ist.

01:04:51: Aber wenn wir weiterhin nur auf das Bildigste schaugen, dann werden genau die was in unser Sozialsystem von dem alle in Österreich jeder einzelne profitiert nichts mehr haben.

01:05:04: Weil wenn dir verschwinden, dann zahlt auch niemand mehr ein.

01:05:08: aber Hauptsache danke dass ich wesentlich günstigeres Gemüse von irgendwo anders eingekauft habe.

01:05:15: und da rede nicht gegen die Globalisierung.

01:05:20: Der Austausch von Kulturen war immer schon essenziell bei Lebensmitteln.

01:05:24: Wir reden über Lebensmittel, nur jede Kaufentscheidung woher ihr das kauf trägt dazu bei Speise in unserer Wertschöpfungskette ein oder in eine andere.

01:05:35: und wenn die ganzen Diskussionen sind ich komme mir dies nicht leisten fragte er was bin ich mir selbst wert?

01:05:42: Was bin man wert dass ihn so großartig land wie österreich lebt dass sie diese Möglichkeiten haben.

01:05:51: Wenn ich heute in Amerika die Handbrochen abkostet mit das vierzehn-fünfzehntausend Euro, ich gehe Gedankenlos zum Arzt weil wir da in ein Sozialsystem einspeisen und das ist Freiheit, das ist Unabhängigkeit, weil du finanziell nicht gleich am Ende bist.

01:06:10: aber wir konzentrieren uns immer noch auf die Preisdiskussion.

01:06:15: Was ist in Deutschland günstig als den Ölstrich?

01:06:17: Wir haben vierzehn Gehälter, kein Mann.

01:06:20: Die anstecken ja.

01:06:21: Ich

01:06:21: muss aber sagen längerfristig sind die Produkte was du dann wirklich von deinen Gemüsebauern holst auch länger frisch.

01:06:27: also das kriegen wir mit teilweise wenn du Karotten vom Supermarkt kaufst die sind in drei Tagen schrumpelig oder sie fangen Schimmeln an und die Frischen vom Bauern die halten können mittlerweile ewig.

01:06:42: Also, finde ich jetzt oder stimmt das nicht?

01:06:46: Wenn du es natürlich richtig lag hast.

01:06:48: Ich glaube ist ja ganz wichtig sozusagen dass man soll sagen dieses Bewusstsein das dauert natürlich immer sehr lange Das sind Jahrzehnte aber dass das auch in die Köpfe der Kinder geht.

01:06:58: und eigentlich wäre es total wünschenswert Man würde eine Aktion starten.

01:07:03: da sind allen Kindergärten dass es einen ich sag einen Naschgarten gibt wo die Kinder Gärtnerinnen gärtner den kleinen Kindern diese Freude lernen, dass sie Erbsen essen können, Radiesern essen können und vielleicht sogar daraus Hartgut machen.

01:07:20: Die Erbs sind.

01:07:21: also kann man sagt gut machen und das kann man nächstes Jahr wieder anbauen dieses Bewusstsein sowie mal schreiben und lesen lernt.

01:07:28: Und wenn das in die Köpfe der Menschen eingeht, ich habe gerade gestern einen Bericht gesehen über Wenn die Not groß ist, dann lernen die Leute wieder was es eigentlich heißt.

01:07:51: dass man sozusagen seine Nahrungsgrundlage produzieren kann.

01:07:55: Bei uns gibt es einfach alles und wir müssen uns Gedanken machen, wie wird die Nahrung, die wir im Supermarkt kaufen?

01:08:02: Wie wird sie produziert?

01:08:04: Und ich denke das gerade hier in Österreicher in diesem ja relativ kleinen überschaubaren Land wo man sich kennt, dass die Marktgärten rein und die Gastronomie eine Vorreiterrolle haben können um genau diese Problematik von Nachhaltigkeit, Resilienz, Vielfalt und Diversität wieder in den Vordergrund stellen können durch die Gesamtheit, wo wir wirklich mit der ganzen Natur zusammenarbeiten.

01:08:36: Und das kann bis ins Gesundheitssystem Riesenvorteile geben!

01:08:41: Da gibt es eher Sturte dazu.

01:08:42: aber... In Österreich muss man sagen, dass der Lebensmittelhandel großartig ist.

01:08:47: Sonst hätten wir nicht... ...fünfundzwanzig Prozent Bioanteil bei den Bauern.

01:08:53: Also...

01:08:54: Ja also Österreich macht da schon vieles.

01:08:56: Also da muss man auch sagen die haben... Die müssen wir als Verbündete sehen.

01:09:02: Die haben nicht den Auftrag das wir die Zünderschen sein sondern ich finde die haben den Auftragen und das machen sie recht gut Dass er Vielfall präsentiert wird.

01:09:11: Das auch Demeter und sowas wirklich für alle zugänglich ist.

01:09:17: Weil so sehr im Marktgarten eine Reihe Liebe, kannst du nicht von irgend jemandem, der was zwei oder drei Kinder hat in einer Arbeitsprozesse erwartet, dass er am Samstag zum Marktgärtn oder dort hinausfährt?

01:09:30: Also wir brauchen schon Anlaufstellen wo das... Niederschwelligere... Das ist super!

01:09:36: Wie besser das in die Breite raus geht, wie niederschwelliger es ist umso mehr können wir erreichen.

01:09:43: Und ich bin bei der Reinhild, es gehört in die Schulen und Kindergärten.

01:09:46: Es gibt eine Studie, die kommt glaube ich in den nächsten zwei Jahre raus.

01:09:49: Sie haben schon achtzig Prozent, das heißt wenn Österreich zwischen achtzig bis hundert Millionen Euro jährlich in ein gesundes Essen frisch gekocht bio in in die Schule und Kinder gärtner investieren würde würden wir uns an Folgekosten Fünfhundert Millionen bis eine Milliarde

01:10:12: Sparen.

01:10:13: Genau!

01:10:13: Ich bin jetzt wie ein Politiker, wenn man es anschaut und quatscht, war er bei Weltstudenten.

01:10:16: aber für mich ist das das Zahl wo ich denke... Let's go!

01:10:20: Yes

01:10:20: do it!

01:10:21: Das ist ja das Thema Kostenwahrheit.

01:10:23: Und da müssten wir hin?

01:10:24: Die Kostenwahl ist einfach unser Grundwasser.

01:10:27: Isig, Grundwasser als den Größten Luxus, was wir in Österreich haben.

01:10:33: Ihr habt lange im Ausland auch gearbeitet und ich weiß wer das ist wenn du kein Leitungswasser trinken kannst.

01:10:39: Wenn wir jetzt nach... Du brauchst nicht einmal nach Südamerika schauen.

01:10:43: Spanien, Italien die haben schon alle Probleme mit der Wasserversorgung.

01:10:48: Wir haben auch Wasserknappheit.

01:10:49: Du darfst den Bullnern immer füllen.

01:10:52: Also wir sollten mit unseren Ressourcen schon ein bisschen wertschätzender umgehen Und vor allem zu euch, zum Menschen wie Sarah und Irene Hild auch mit dieser Form von Wertschätzung begegnen.

01:11:07: Also ich kann jeden Tag nur Danke sagen dass dir sich diese Arbeit und Mühen antun.

01:11:13: sieben Jahre Zeit investieren um ein neues tolles Lebensmittel was geschmacklich am Wahnsinn ist wo wir dann präsentieren können und quasi wir sind die geilsten, schau mal an was wir da haben.

01:11:25: also das dir so viel Zeit investiert Da kannst du als Person jeden Tag nur dankbar sein, dass es eben diese Menschen gibt.

01:11:38: Du musst darauf achten, dass wir Freizugung haben zur Lebensmittel und dir was darauf achte, dass unsere Natur erhalten bleibt.

01:11:49: Dass unsere Natur noch lebenswert ist!

01:11:52: Ich erliere Ihnen ein Wald oder in eine Wiesn wo ich nicht da zwanzig verschiedene Pestizide einatmen, weil ich sterre auf meine Lunge.

01:12:00: Und das finde ich absurd wenn die irgendwo im Süden Tyrols Naturweihung machen und dann gestern und dort sagst ... Ich hatte jetzt eine Schachtel Zigaretten rauchen können

01:12:13: in dem Atmoschrank.

01:12:15: Natur in reinster Form also.

01:12:18: das heißt es betrifft uns alle.

01:12:21: und mit einem Saatgut, mit einem Patent fängt alles an wie die Zukunft von uns und über uns bestimmt wird.

01:12:30: Und ich als Alibis, ich merke lieber selbstbestimmt sein als fremdbestimmt.

01:12:36: Ich bin eh schon durch die Kinder auf unbestimmt, fremdebestimmt aber in dem Raum entfasst

01:12:40: es.

01:12:42: Darauf sollten wir uns ein bisschen konzentrieren.

01:12:44: Jetzt habe ich relativ viel für mich das dort mal laut.

01:12:46: Also

01:12:47: ich will am Schluss nur sagen... Wir haben sozusagen in den letzten vierzig Jahren Sorten entwickelt.

01:12:55: Wir haben in unserem Sortiment achthundert, menschensachthunders Sorten und jährlich kommen neue hinzu die wir durchgezüchtet haben.

01:13:04: Biologische von Anfang an biologische Sorten wo der Anbauer eine Sicherheit hat ja?

01:13:11: Und was schmeckt weil wir selber das auch essen wollen.

01:13:15: Ja also es gibt Möglichkeiten aber man muss ein bisschen fleißig sein.

01:13:21: Von meiner Seite vielleicht noch eine Einladung eigentlich, weil gerade dieses Thema angesprochen wurde.

01:13:29: Kinder sind unsere Zukunft und wir haben aktuell alle ersten Klassen aus Kirchberg beim Wagramm bei uns am Feld zu einem Vier-Jahreszeitenprogramm.

01:13:40: Sie haben tatsächlich im Frühjahr Erbsen angebaut wie Klasse mitgenommen, gezüchtet.

01:13:47: Wir werden am Montag treffen und wieder während die Erbsens Ernten und Verkosten ein vielfältiges Programm machen, aber ich erkenne auch die Chance eigentlich dieses Feld nicht nur als Produktionsstätte zu nutzen sondern eben um Bewusstseinsbildung zu betreiben.

01:14:08: Und meinerangehensweise ist ja die Menschen dafür zu begeistern indem sie erleben kosten können und einfach verweilen mit diversen Spielchen was auch immer.

01:14:20: Genau, also auch für Erwachsene gilt diese Einladung.

01:14:23: Also da muss ich jetzt ganz kurz was sagen.

01:14:27: Wir entwickeln gerade eine, wir arbeiten an der Super-Sugar-Snack-Erbsen genau für diesen Zweck.

01:14:35: und dann noch etwas anderes, was ihr vielleicht hinzufügen darf sozusagen mein weiterer Geschäftsführer Raphael und ich haben vor kurzer Zeit einen Institute gegründet nämlich Rheinsat Research wo wir planen sowie ein Landwirtschaftesjahr anzubieten, wo Menschen mit einem einschlägigen Agrarabschluss – ja?

01:15:00: Mit einer Grundlage bei uns ein Jahr mitarbeiten können und eine Jahresarbeit schreiben können.

01:15:06: und wo wir von Außenreferenten holen, wo einerseits die praktische Arbeit ist andererseits sozusagen die Bildungsarbeit.

01:15:13: Dass mehr junge Menschen in der Lage sind sozusagen in dieser wichtigen Frage der samenfächten Saatgutproduktion und Züchtung neue Ideen einzubringen und dort zu arbeiten.

01:15:25: Und hoffentlich, dass noch mehr Sorten in Europa entstehen können.

01:15:29: Und mit den Kindern, die sich an der Gdote waren jetzt vor einem Monat in Oberbullendorf, weil ich habe mitgekriegt, dass Spar so eine Biodiversitätsprogramm macht.

01:15:37: Ich sage, die Gewinner, da koche ich, wenn ich mir schon vorbereiten werde, was erkläre?

01:15:42: Den Kindern über Biodiverzitäten, der Krimian Ich glaube ich war zehn Minuten ruhig, weil die mit einer Begeisterung mir erklärt haben was Biodiversität bedeutet.

01:15:52: Dass sie als Anbau und ich denke mal

01:15:53: ist das super, leck!

01:15:55: Also es gibt...

01:15:56: also die haben eine Ahnung gehabt, dass würde man von vielen Erwachsenen wünschen überwürdig beeindruckt.

01:16:01: die Pädagoginnen und Pädagogen da draußen haben das echt super gemacht, dann klaren hoch.

01:16:07: Wir haben alles gezeigt mit einer Energie- und Alphorie, dass ihr nachgeschwitzt habt, hoffentlich ist mein Essen was ihr da rauskocht.

01:16:15: Also ich finde es super auch als Abschlusswort weil es zeigt, dass wir sehr wohl Grund dazu haben ein bisschen einen zuversichtlichen Ausblick auch zu wagen auf diese Thematik.

01:16:27: Es geht etwas weiter, es könnte schneller gehen besser gehen.

01:16:32: Ja, es gibt die Gefahren wie wir gesehen haben auch durch die Saatgut-Frage aber es gibt doch Dinge die gut laufen.

01:16:39: und jetzt lasse ich dir Anita kurz einschenken.

01:16:42: Hallo Lukas da meinst du nur erwähnen man sollte nicht erst in der Not drauf kämen wirst Reinild gesagt haben sondern jetzt schon aktiv an diesem Prozess teilnehmen.

01:16:54: Aber mein Gefühl ist eher diese Sorgloskeit und Gleichgültigkeit diesen wichtigen Themen gegenüber, da muss man schon ein bisschen mehr begegnen und deswegen einen Appell an Gastronomen und Gastronominem.

01:17:10: Wir sind die, die was gute Kommunikatoren wären und wenn wir das alle tun würden dann wird der Konsument sagen ah okay da muss ja etwas dran sein wenn ihr das ernst nehmt und solange wir es alle nicht ernst nehmen.

01:17:27: Bin ich nicht so oder positivste Mensch?

01:17:30: Ja,

01:17:30: ja.

01:17:30: Ich verstehe

01:17:30: etwas weiter.

01:17:31: Es hat sehr viele gute Gastronomen, aber ich wünsche mir da noch wesentlich mehr Bewusstsein und es muss keiner hundert Prozent irgendwas richtig machen.

01:17:41: Jetzt haben wir einfach zwanzig fünf oder zwanziger Prozent.

01:17:44: Geht's in die Marktgärten rein.

01:17:46: Überlegt ein bisschen zu welchem Lebensmittel ihr zugreift.

01:17:52: Welches Fleisch?

01:17:54: Woher?

01:17:55: Wohin?

01:17:56: Und damit kann jeder ein Teil dazu beitragen, dass in diesem Thema noch etwas mehr.

01:18:03: Und vor allem auch wie verwertest du das ganze Produkt?

01:18:06: Das ist glaube ich auch ganz wichtig... Sportgeld?

01:18:09: Sprach auf

01:18:10: neue Geschmäckern sensationell!

01:18:12: Und ungesund ist er nicht.

01:18:14: Und es hat gut nie vergessen.

01:18:15: Die besten Rezepte sein aus

01:18:17: Ressel-Rezepten

01:18:19: ja.

01:18:20: Der Roller Speck knackt.

01:18:23: Ich will was vermissen

01:18:24: von der Saatgut-Fordnung zu dem Tiroler Speck.

01:18:28: Ist ein Spannungsbogen, danke Yvitch!

01:18:31: Anita was haben wir im Glas?

01:18:33: Ich hab bei Paul leider noch nicht einschenken dürfen... Ach sorry!

01:18:36: Von Stiegelgut Wilzhuth.

01:18:39: Das ist ein bisschen eine Zungenfrecher für mich.

01:18:42: Schaumwein mit Biervereint und einer Champagnerhefe zugesetzt auf Flaschengärung sind aus Salzburg oder Grenze Salzburg zur Oberösterreich.

01:18:53: Jetzt bin ich gespannt, was es dazu sagt.

01:18:54: Das ist ja Bio-Pallage also die baune auch viel selber an.

01:18:58: Ich glaube das ist mit dem Thema ganz gut zu verknüpfen.

01:19:01: Also ich glaub das ist perfekt zum Anstoßen.

01:19:04: Das auf jeden Fall und schmeckt und riecht hervorragend.

01:19:08: Richtig exotisch.

01:19:09: Man schmeckt die Biodiversität und den Einhaltsbrei.

01:19:14: Und es nähert wie die Reinhild gesagt hat es nährt einfach anders.

01:19:18: Es ist da einfach mehr da als ein bisschen... Zucker, Hefe, Hopfenwasser.

01:19:24: Das Wohlbefinden fördert es hier?

01:19:27: Die Geselligkeit!

01:19:28: Ja aber du musst ja mit dem beschäftigen weil ich muss sagen... Ich habe das zum Beispiel so wie der Milchbakt.. Wie heißen die jetzt die wichtigen Bakterien im Joghurt?

01:19:38: Lackmilchsäure, Banthénus.

01:19:40: Ich hab immer eingebildet dass ist in einem normalen Joghurte drinnen bis ich mich eingelesen habe pasteurisiert hast nicht gleich.

01:19:47: Also, dass das alles abstirbt.

01:19:49: Man muss sich bewusst wirklich mit dem Beschäftigen an.

01:19:52: Und ich glaube, das ist heutzutage so die Schnelllebigkeit.

01:19:55: Du siehst alles auf Social Media irgendwie, schnappst es irgendwie auf und mancht dann, dass ein pasteurisiertes Joghurt gesund ist?

01:20:02: Ja du siehst nur das Endprodukt... Genau!

01:20:05: ...und natürlich über die Vermarktung.

01:20:08: Man kann ein Produkt immer sehr gut darstellen aber eigentlich muss man immer bis zum Ursprung zurückgehen Und dann versteht man eigentlich mehr über die Qualität.

01:20:19: Die Sicherheit von Lebensmitteln, da haben wir jetzt wesentlich den besseren Standard als vor hundert Jahren, weil Schimmelpilze und so was das braucht.

01:20:30: Da hat sich sehr gut das entwickelt, pasteurisieren gibt es auch nicht ohne Grund aber ja... Das ist ein extrem interessantes faszinierendes Thema Essen, Ernährung.

01:20:44: Also es wird nie fahrt.

01:20:46: Und was sich da alles kristallisiert?

01:20:47: Du kannst deine Welt

01:20:48: eins tauchen, wo du jetzt glaubst, ah, jetzt hab ich's und dann kriegt ihr eine Seiteninformation längster.

01:20:55: Voller Mascari!

01:20:56: Alles vom Daumen aus, damit ist das Wichtigste bei uns.

01:21:01: Also danke an euch drei dass ihr da wart, dass ihr mit uns diesen Deep Dive in diese Einerseits sehr komplexe, hochtrabende Thematik der Saatgutfrage.

01:21:10: Dass ihr dem nachgegangenen Zeit mit uns aber auch gezeigt habt wie relevant und unmittelbar uns das alle betrifft.

01:21:19: Schön dass ihr da im Sowjenner bei uns wart Mit dieser wunderschönen Aussicht auf ganz Wien Und wir verabschieden uns hiermit von euch und sagen unseren Zuhörerinnen und zuhörern bis in zwei Wochen Zum nächsten Kalkun Kegel Podcast Essen trinken.

01:21:39: Wahnsinn!

01:21:40: Seid gespannt,

01:21:42: danke!

01:21:43: Vielen Dank,

01:21:44: Danke!

01:21:46: Danke fürs Zuhören und danke an unsere Podcastpartner, Schaumweinkontor und das Stiegelgut-Wilzhut sowie Andersso Vienna.

01:21:55: Redaktion, inhaltliche Begleitung & Schnitt, Leni Alma Produktion Radio Content Austria Abonniert uns gerne auf allen Podcastkanälen und besucht uns auf www.kalkundkegel.com.

01:22:08: Bis zum nächsten Mal!

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